Stottern und Poltern

Im Falle eines gestörten Redeflusses wie Stottern und Poltern wird nach der Anmeldung eine ausführliche Diagnostik und Beratung durchgeführt. Dabei stellen Therapeut und der Betroffene zusammen die Therapieziele, an denen in der ersten Zeit gearbeitet werden, fest. Dabei handelt sich zum Beispiel um Abbau der Sprechängste, das Wahrnehmen und Einordnen von Unflüssigkeiten und die Anbahnung von Sprechtechniken, die zu einer entspannteren und auf Dauer flüssigeren Sprechweise führen. Der Transfer zu den alltäglichen Sprechsituationen spielt dabei in allen Phasen eine bedeutsame Rolle. So wie die Therapieziele zusammen festgestellt und umgesetzt werden, so wird auch in regelmäßigen Abständen evaluiert wie der Therapieprozess verläuft. Die Zusammenarbeit zwischen Betroffenem und Therapeut hat einen großen Stellenwert.


Myofunktionelle Störungen

Bei einer myofunktionellen Störung handelt es sich um eine Kombination von einigen der folgenden Probleme, die zusammen einen negativen Einfluss auf die Zahnstellung und die Aussprache haben können:
  • Eine zu schlaffe und/oder unkoordinierte Zungen- und Lippenmotorik, die zu Sprech- und Schluckstörungen führen kann.
  • Eine Zungenfehllage und habituelle Mundatmung, die nicht nur Sprech- und Schluckstörungen verursachen können, sondern auch eine Begründung für gehäufte Atemwegsinfekte und Mittelohrprobleme darstellen.
  • Fehlerhaftes Schluckmuster wodurch sich eine Zahnfehlstellung entwickeln kann.
Die Therapie dieser Auffälligkeiten kann im Zusammenhang mit einer kieferorthopädischen Behandlung und bei Artikulationsstörungen erforderlich sein. Da das Schlucken meist unbewusst abläuft, ist es für einen positiven Therapieverlauf unbedingt erforderlich sehr regelmäßig zu üben um die neuen Angewohnheiten von den alten "gewinnen" zu lassen. Dazu wird Ihnen die Therapeutin jede Stunde neue "Hausaufgaben" mitgeben.